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Artikel aus dem Mannheimer Morgen (29.07.2005):
Nach 20 Jahren noch bestens in Form
NEUHERMSHEIM: Geburtstagsfeier bei der DJK St. Pius / Gottesdienst
und Empfang
Mit einem Gottesdienst und einem Empfang im katholischen Gemeindezentrum
Maria König feierte der DJK-Sportverband Deutsche Jugendkraft Mannheim e.V St.
Pius sein 20jähriges Bestehen. Pfarrer Gerhard Schmutz, Geistlicher Beirat der
DJK, erinnerte an die Gründung des Vereins vor zwanzig Jahren mit einigen
wenigen. "Damals hatte niemand gedacht, dass irgendwann einmal fast 800 Kinder,
Frauen und Männer dazu gehören würden. Das Kind ist gewachsen und hat sich
einigermaßen gut entwickelt dank vieler Frauen und Männer, die mit viel Kraft
das Kind gepflegt haben", freut sich der Pfarrer.
Er dankte ganz besonders dem Vorsitzenden Hansheinrich Beha und gedachte des 1997 verstorbenen, früheren stellvertretenden Vorsitzenden Alois Borth, dessen Lebenswerk der Fitnessraum unter der Kirche von Maria Königin ist. "Die DJK ist ein buntes Kaleidoskop von Aktivitäten, ist 20 Jahre Sport, Gemeinschaft und christlicher Glaube", sagte Pfarrer Schmutz. Dazu erklärte Diözesanpräses Erhard Bechtold in seiner Predigt: "Vor allem die Gemeinschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, in einer Zeit der Vereinzelung und Individualisierung, in der der Mensch, der eigentlich ein Gemeinschaftswesen ist, nicht selten auf der Strecke bleibt".
Beim Empfang im Gemeindesaal konnte der Vorsitzende der DJK St. Pius viele Ehrengäste aus Politik, Kirche, Schule, Vereinen und dem Diözesanverband Freiburg begrüßen. Zur Geschichte und zum gegenwärtigen Stand des Vereins erklärte Beha: Am 18. Juli 1985, fast auf die Stunde genau, vor zwanzig Jahren hatte eine verschworene Gemeinschaft von 22 Personen im Pfarrgarten von St. Pius den Mut, die DJK zu gründen. Der Verein, wuchs im ersten Jahr auf 36 Mitglieder und ist heute mit rund 750 Mitgliedern der zweitgrößte DJK-Verein in der DJK-Mannheim, die insgesamt 3500 Mitglieder hat. 57 Prozent der Mitglieder der DJK St. Pius sind weiblich, fast 40 Prozent Jugendliche und 20 Prozent Senioren. Das jüngstes Mitglied, Leonie Stadtmüller, ist zwei Jahre, das älteste 95 Jahre. Sportliche Schwerpunkte sind mit 56 Prozent Gymnastik und Kinderturnen, 22 Prozent gehören zur Tischtennisabteilung, der leistungsstärksten Abteilung des Vereins, acht Prozent zur Abteilung Fitness, sechs Prozent zu Ballspiel Kinder und Volleyball, acht Prozent sind passive Mitglieder. Neu ist die Abteilung Walking.
Der Verein ist eine "Brücke zwischen Kirche und Sport", die Mitglieder betreiben ihren Sport überwiegend in den Räumen der Kirchengemeinde in Neuostheim und Neuhermsheim. "Der DJK ist ein grundsolider Verein, der noch keinen Euro Fremdkapital aufgenommen, sondern alles aus eigener Kraft finanziert hat", erklärte stolz der Vorsitzende. Er dankte seiner "Mannschaft", die sich "in hohem Grad ehrenamtlich für DJK einsetzt". Als Vorsitzender des Diözesanverbandes ehrte Hansheinrich Beha drei verdiente Mitglieder: Doris Hahn mit dem DJK Ehrenzeichen in Bronze, sowie Peter Hahn, Schatzmeister der DJK St. Pius seit 20 Jahren, und Pfarrer Gerhard Schmutz mit dem DJK Ehrenzeichen in Silber. Beha dankte Andreas Scherer von der Dresdner Bank Südwest, der als Sponsor mit 500 Euro die Kosten des Jubiläumsempfangs übernommen hatte. Er dankte auch den Politikern, vor allem CDU-Bezirksbeirätin Gertrud Dorer, die sich ganz besonders für den von der DJK St. Pius mit Schulleiter Uwe Becker geplanten Bau einer Turnhalle zur gemeinsamen Nutzung von Schule und Verein eingesetzt habe.
"Die Verhandlungen sind sehr konkret, gemeinsam sind wir auf gutem Weg, es fehlen nur noch paar Euro," hofft Beha auf die Hilfe der DJK-Mannheim und der Politik. Groß war deshalb die Freude, als Karlheinz Moll, der Vorsitzende der DJK-Mannheim, der als Geburtstagüberraschung für den Bau der Turnhalle finanzielle Unterstützung durch die DJK Mannheim zusicherte. "Wenn es gelingt, mit Schulleiter Becker und Rückendeckung durch die DJK hier in Mannheim so was zu bauen, wird es in Mannheim etwas geben, was so noch nicht war, nämlich Schule und Sport mit der DJK, die dabei als Vater und Mutter nicht nur sicher zur Seite steht, sondern auch die finanzielle Seite erbringt", sagte der DJK-Chef.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus-Dieter Reichardt lobte die "riesige Vielfalt, die so lebendige Einigkeit und die tolle Arbeit der DJK St. Pius, die in Neuostheim und Neuhermsheim mittlerweile der größte Verein" sei. Wie viel Power in diesem Bereich steckt zeigten sieben rassige Wildkatzen der Jazz-Tanzgruppe der DJK unter Leitung von Sabrina Bauer. Eine Ausstellung mit Fotos vom regen Vereinsleben und dem Protokoll der Gründungsversammlung der DJK eröffnete die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen. ost
© Mannheimer Morgen - 29.07.2005