Gesundheitssport in seiner ganzen Vielfalt

Gymnastik-Lehrgang in Schöneck





Ein perfektes Angebot für Gesundheitssport von A bis Z bot der diesjährige DJK-Gymnastiklehrgang in der Sportschule Schöneck: von Aquajogging über Gehirntraining, Pilates und Qi Gong bis hin zu Yoga waren alle Varianten vertreten.

Die Tänze aus aller Welt waren zum Lehrgangsauftakt die richtige Einstimmung und brachten die 22 Teilnehmerinnen aus 12 Vereinen gleich auf die entsprechende Betriebstemperatur. Die ausgeglichene Art und die von Ingeborg Fronc aus Buchen ausgehende Harmonie übertrug sich auf die Tänzerinnen und setzte so den stimmigen Übergang zu dem Programmpunkt „Yoga trifft Pilates“. Karin Wahrer, Bundesfachwartin für Ältere des DTB zeigte an Hand vieler Übungen auf, wie eng die beiden Bewegungsformen miteinander verzahnt sind, da beide aus der Körpermitte und über die Streckung der Wirbelsäule arbeiten. Für viele eine neue Erkenntnis war, dass Yogaübungen auch mit moderner Musik in Einklang zu bringen sind.

Das gleiche Grundmuster, aber mit weichen Bewegungen und fließendem Atem vermittelte die Qi Gong-Lektion mit Michaela Knorr aus Freiburg. Sie zeigte auf, dass weich und fließend doch gleichzeitig auch anstrengend und effizient sein kann. Vor allem hatten es den Damen die neuen Formen von Entspannung und Körperwahr-nehmung angetan.

Einige hatten schon zu Beginn den obligatorischen Gottesdienst auf dem Lehrgangs-

Programm vermisst und erfuhren dann, dass er dieses Mal durch „meditatives Nordic-Walking“ ersetzt wurde. Ausgestattet mit Stöcken und in Begleitung unseres geistlichen Beirates, Pfarrer Erhard Bechtold, machten sich die Übungsleiterinnen bei Sonnenschein und kühlen Temperaturen auf den Weg in den Wald um den Turmberg. Bei einem Stationengottesdienst zum Thema „Laufen“ gab es Texte, Gebete und Segenswünsche, die zum Nachdenken über das eigene Verhalten und den eigenen Rhythmus anregten.

Nach 2 Std. Wald und Walking war das anschließende Aquajogging lt. Heike Roth-Gosebrink genau der richtige Ausgleich. Mit fetziger Musik vermittelte die Ehefrau unseres Bildungsreferenten Michael Gosebrink, wie man die Belastung des Herz-Kreislaufsystems beim Aquajogging steuern kann, um niemanden zu unter-, bzw. zu überfordern. Leider mussten wir das Bad wegen der nachfolgenden Gruppe „fluchtartig“ verlassen, so dass wir uns noch nicht einmal richtig von Heike verabschieden konnten.

Natürlich kam auch die Abendunterhaltung in Sauna, Schwimmbad und Turmbergstübchen nicht zu kurz, wo natürlich auch der „Cowboy Bill“ mit Inge Welcker-Herbig seinen Platz hatte.

Der Rest des Lehrgangs stand ganz im Zeichen des „MentalenAktivierungsTrainings MAT“. Brigitte Joos aus Zell a.H., die ausgewiesene Fachfrau für Gehirntraining überschüttete uns mit Denk- und Bewegungsformen und setzte immer wieder neue Reize, um die „graue Zellen“ zu aktivieren. Wir erfuhren, dass Denken und Bewegen ganz eng miteinander verknüpft sind und somit perfekt in unsere Übungsstunden passen, zumal sich bei der Vorstellungsrunde zu Beginn des Lehrgangs herausstellte, dass bestimmt 80% der Teilnehmer unserer Übungsstunden der Generation 50+ angehören. Somit müssen wir feststellen, dass das Sportangebot für Ältere in unseren Vereinen einen ganz großen Stellenwert einnehmen muss und dieser Lehrgang ideal auf die Bedürfnisse unserer Klientel zugeschnitten war. Mit Gruppenfoto, Dank an Michael Gosebrink für die Organisation und vielen Ideen und Vorschlägen für das nächste Jahr war der Lehrgang auch schon wieder zu Ende – schade!

Erstmals fand im Rahmen des Gymnastik-Lehrgangs auch die Diözesan-Frauenkonferenz statt. Die beiden Frauenwartinnen Heike Schäfer aus Rastatt und Claudia Jörder aus Dossenheim hatten dazu eingeladen, aber leider fanden keine Vereinsfrauenwartinnen von außerhalb den Weg nach Schöneck, so dass nur drei „echte“ Frauenwartinnen anwesend waren. Da aber alle Lehrgangsteilnehmerinnen zur Veranstaltung eingeladen waren, kam es zu einem intensiven Austausch, der bei der Frauenkonferenz vor den Diözesantagen aus Zeitmangel nie zu Stande kam. Dies war auch der Grund für den Versuch, die Frauenkonferenz in dieser Form abzuhalten und Heike Schäfer und Claudia Jörder haben sicher viele Anregungen für ihre weitere Arbeit erhalten.

Elsbeth Beha